Die wertvollsten Schweizer Banken
Die CS-Pleite hat die Schweizer Bankenlandschaft umgepflügt. Die Dominanz der UBS ist nochmals grösser geworden – das zeigt sich auch an der Entwicklung des Unternehmenswerts.
30. Dezember 2025 • Beat Schmid

Die UBS hat gerade einen guten Lauf. Die Aktie kletterte in den letzten Wochen auf 37 Franken und erreichte damit einen Mehrjahresrekord. Allerdings liegt sie immer noch deutlich unter ihrer Bestmarke von 2006, als eine Aktie über 70 Franken kostete. Die Gesamtkapitalisierung erreicht Ende 2025 123 Milliarden Franken.



Die Grossbank liegt damit mit grossem Abstand an der Spitze der Top 10 der grössten börsenkotierten Banken der Schweiz. Auf Platz zwei folgt Julius Bär: Mit 12,8 Milliarden Franken kommt die Privatbank auf eine rund zehnmal kleinere Bewertung als ihr grosser Bruder von der Bahnhofstrasse.

An dritter Stelle liegt die Banque Cantonale Vaudoise (BCV), gefolgt von Swissquote, VZ Holding und EFG. Auf den hinteren Rängen liegen die LUKB, SGKB und Cembra. Nicht berücksichtigt wurden jene Kantonalbanken, die Partizipationsscheine herausgeben. Die Angaben der Rangliste stützen sich auf Marktdaten von Bloomberg.

Die Dominanz der UBS ist erdrückend. Insgesamt kommen die zehn börsenkotierten Banken auf eine Gesamtbewertung von 179 Milliarden Franken. Mit einem Unternehmenswert von 123 Milliarden Franken erreicht die UBS einen Anteil von 69 Prozent.

Damit konnte die UBS ihr Gewicht in den letzten Jahren seit dem Zusammenbruch der Credit Suisse deutlich ausbauen. Im April 2023 wurde die UBS vom Markt mit 66 Milliarden Franken bewertet. Ihr Anteil an den Top 10 lag damals bei 62 Prozent.



Seit der Übernahme der Credit Suisse ist der Börsenwert der grössten Bank der Schweiz um 86 Prozent angestiegen. Allen Klagerufen des Topmanagements zum Trotz scheint sich die Transaktion für die Aktionäre der Bank sehr wohl gelohnt zu haben.

Weltweit auf Platz 21

Bei den meisten anderen Banken war das Wachstum etwa halb so hoch. Ausnahmen sind Swissquote (177 Prozent), EFG (123 Prozent) und die VZ Holding (96 Prozent). Die Kurssteigerungen bei diesen drei Banken sind allerdings durch einen starken organischen Ausbau der Erträge erklärbar – was bei der UBS nicht der Fall ist. Ihr Ertragswachstum ist vor allem durch die Übernahme der CS getrieben.

Mit ihren 123 Milliarden Franken liegt die UBS auf Platz 21 der höchstbewerteten Banken der Welt. Unangefochten an der Spitze liegt JP Morgan mit 890 Milliarden Dollar. Im Europa-Ranking liegt die grösste Bank der Schweiz auf Platz drei, hinter HSBC (270 Milliarden Dollar) und Santander (171 Milliarden Dollar).

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