Insgesamt waren im Juni 1539 Personen aus der Bankenbranche bei den Arbeitsämtern im Kanton Zürich als arbeitslos gemeldet. So viele wie noch nie in den letzten Jahren. Die Zahl ist in den vergangenen zwölf Monaten um 33,7 Prozent gestiegen. Ebenfalls mehr Arbeitslose verzeichnet das Amt für Arbeit in der Versicherungsbranche: Die Zahl der bei den RAV gemeldeten Arbeitslosen stieg auf 364, nach 340 im Vormonat.
Während die Zahlen in der Banken- und Versicherungsbranche anstiegen, sanken sie über alle Branchen betrachtet. Die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich ist im Juni von 2,9 auf 2,8 Prozent gesunken. Insgesamt waren 25'413 Personen als arbeitslos gemeldet, 126 weniger als im Vormonat. Dieser saisonbedingte Rückgang fällt jedoch schwächer aus als um diese Jahreszeit üblich, teilt das Amt für Arbeit des Kantons Zürich mit.
Die Geschäftslage der Zürcher Wirtschaft blieb im Juni insgesamt stabil und wird weiterhin positiver beurteilt als in der Gesamtschweiz, so das Amt. Auch der Ausblick habe sich zuletzt leicht aufgehellt. Bei den Beschäftigungserwartungen ergebe sich allerdings kein einheitliches Bild: Während Unternehmen in der Finanzbranche und der Industrie wieder etwas häufiger mit einer stabilen oder steigenden Beschäftigung rechnen, hat sich diese Einschätzung in anderen Branchen – vor allem im Projektierungssektor und im Detailhandel – leicht eingetrübt.
Ob Banken und Versicherungen in den kommenden Monaten tatsächlich wieder vermehrt einstellen, werden allerdings erst die kommenden Zahlen zeigen.

