EFG International der griechischen Latsis-Familie übernimmt die kleine Zürcher Privatbank Quilvest. Quilvest Switzerland wurde 1932 von der argentinischen Familie Bemberg gegründet und befindet sich vollständig im Besitz von Bemberg Capital, einer in Luxemburg ansässigen Holding der Familie. Die Bank hat ihren Hauptsitz in Zürich und ist zudem mit einer Niederlassung in Montevideo, Uruguay, präsent.
Quilvest Switzerland weist ein Kundenvermögen von rund 5,3 Milliarden Franken aus, davon 3,9 Milliarden als Assets under Management und 1,4 Milliarden als Assets under Custody. Der Geschäftsschwerpunkt liegt gemäss eigenen Angaben auf der Betreuung von UHNWIs mit Domizil in Lateinamerika, Schweiz und Westeuropa sowie im Nahen Osten.
Die Akquisition stärke die Präsenz von EFG sowohl im Heimmarkt Schweiz als auch in zwei zentralen Wachstumsmärkten, Lateinamerika und dem Nahen Osten, wie es in einer Mitteilung heisst. EFG werde sämtliche Aktien von Quilvest Switzerland bar erwerben und rechnet damit, dass sich die CET1-Kapitalquote um maximal rund 70 Basispunkte reduzieren wird. Es ist vorgesehen, Quilvest Switzerland in die EFG Bank zu integrieren.
Der Abschluss der Transaktion wird im dritten Quartal 2026 erwartet und steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen. Zum Kaufpreis gibt es keine Angaben.
Giorgio Pradelli, CEO von EFG International, sagt zur Transaktion: «Die Übernahme von Quilvest Switzerland unterstreicht die Fähigkeit von EFG, Partner zu gewinnen, die unsere unternehmerische Kultur und unser Engagement für nachhaltige, generationenübergreifende Wertschöpfung teilen.»

