JP Morgan, Barclays und weitere Banken haben Credit Default Swaps (CDS) auf Private-Credit-Fonds von Blackstone, Apollo Global Management und Ares Management lanciert. Mit diesen Derivaten können Investoren Absicherungen für Fonds kaufen, die ihre Schulden nicht bedienen können. Gleichzeitig lassen die Kontrakte auch Wetten auf die Pleite der Fonds zu. Steigt der Wert der CDS, steigt damit auch die Ausfallwahrscheinlichkeit.
Ermöglicht wurden die neuen Produkte mit der Einführung eines neuen Index der Ratingfirma Standard & Poor’s (S&P). Der sogenannte CDX Financials umfasst neben Banken, Versicherern und Immobilienfirmen auch Fonds von Apollo, Blackstone und Ares. Kurz nach dem Start des Index begannen Banken aktiv mit dem Handel von CDS auf die zugrunde liegenden Fonds, wie die Financial Times schreibt.
Wackeliger Private-Credit-Markt
Der Private-Credit-Markt befindet sich seit einigen Monaten in einer angespannten Lage. Anbieter im Markt mit einem Volumen von rund 2000 Milliarden Dollar kämpfen mit Mittelabflüssen und höheren Finanzierungskosten. Zum Teil mussten Fonds ihre Gates hochfahren, weil sie die Rücknahmeforderungen der Investoren nicht mehr bedienen konnten. Auch die Regulatoren haben inzwischen einen Blick auf das Geschäft geworfen, das naturgemäss intransparent ist.
Neben JPMorgan und Barclays sollen gemäss FT auch Morgan Stanley und Citigroup in den CDS-Markt für Private Credit eingestiegen sein. Die UBS wird nicht genannt. Das Handelsvolumen sei bislang jedoch noch relativ gering.
Credit Default Swaps wurden ursprünglich vor vielen Jahren lanciert, um sich gegen den Ausfall von Anleihen abzusichern. Bekannt wurden sie vor allem als Krisenbarometer für Banken während der Finanzkrise.

