Unabhängige Schweizer Vermögensverwalter haben ihre Portfolios im ersten Quartal 2026 trotz erhöhter Marktunsicherheit nur selektiv angepasst. Das zeigt die neue «VSV-ASG Investment Pulse 2026»-Studie von Hochschule Luzern – Wirtschaft im Auftrag von Vanguard und mit Unterstützung des Verband Schweizerischer Vermögensverwalter (VSV-ASG).
Nach einem positiven Jahresauftakt hätten geopolitische Spannungen im Nahen Osten zu einer breiteren Risikoaversion geführt, heisst es in der Studie. In den Portfolios bleiben Schweizer und europäische Aktien übergewichtet. Gleichzeitig reduzierten die befragten Vermögensverwalter ihre Allokation in US-Aktien und bauten Positionen in Schwellenländeraktien aus.
Die Ergebnisse deuten laut Studie auf einen anhaltenden «Home Bias» hin: Schweizer Titel bleiben im Vergleich zu internationalen Märkten klar bevorzugt, der bei kleineren Vermögensverwalter noch ausgeprägter ist als bei grösseren. Auch europäische Aktien werden weiterhin stärker gewichtet.
Bei Obligationen zeigt sich dagegen Zurückhaltung. Die meisten Segmente blieben untergewichtet, mit Ausnahme von Schwellenländeranleihen. In der Umsetzung setzen Vermögensverwalter weiterhin häufig auf Direktanlagen bei Schweizer Aktien und Obligationen. Für Schwellenländer- und Asien-Pazifik-Aktien sowie für High-Yield- und US-Unternehmensanleihen werden dagegen überwiegend Fonds und ETFs eingesetzt.
Bei der Auswahl von Fonds stehen laut Studie vor allem der Track Record, Kosten- und Steuereffizienz sowie die Liquidität im Vordergrund. Passive Anlageprodukte dominieren weiterhin, insbesondere ETFs sowohl im Aktien- als auch im Obligationenbereich.

