Für den April meldete der Kanton Zürich 1463 arbeitslose Banker – zwei weniger als im Vormonat. Damit sank die Zahl der beim RAV gemeldeten Stellensuchenden erstmals seit vielen Monaten wieder leicht. Allerdings ist die Zunahme gegenüber dem Vorjahresmonat mit 31,3 Prozent weiterhin beträchtlich. Blickt man noch weiter zurück, ist der Anstieg noch eindrücklicher: Vor drei Jahren, als die Credit Suisse zusammenbrach, lag die Zahl weniger als halb so hoch.
«Ich glaube nicht, dass man schon von einer Trendwende sprechen kann», sagt ein Banker, der von der Credit Suisse zur UBS wechseln konnte. Die Abbauprogramme würden einfach weiterlaufen und nicht nur Kollegen aus den Operations und der IT betreffen, sondern auch aus dem Business. Tatsächlich verlaufen die Jobreduktionen bei der grössten Schweizer Bank ungebremst weiter.
Das zeigte sich auch im ersten Quartal, als pro Monat rund 1000 Personen (interne Mitarbeitende und Contractors) abgebaut wurden. Die internen Mitarbeitenden werden, wenn sie weder einen Job bei einer anderen Bank noch intern weiterbeschäftigt werden können, nach Ablauf der mehrmonatigen Outplacement-Phase entlassen.
Auf Landesebene nimmt der Stellenabbau im Banking hingegen weiter zu. Im April waren schweizweit 4387 Bankangestellte bei den RAVs gemeldet. Im Vormonat waren es 4375. Gegenüber April 2025 ist die Zahl der Arbeitslosen um 21,7 Prozent gestiegen – signifikant, aber weniger stark als im Kanton Zürich, wo jeder dritte arbeitslose Banker gemeldet ist.

