Knapp drei Milliarden Franken an VC-Kapital flossen im vergangenen Jahr in Schweizer Unternehmen. Das ist der dritthöchste Wert in den vergangenen zehn Jahren, wie aus dem Swiss Venture Capital Report (SVCR) hervorgeht. Der Bericht wird von der SECA und Startupticker in Kooperation mit startup.ch herausgegeben.
Gegenüber dem Vorjahr beträgt das Plus knapp 24 Prozent. In den Jahren 2021 und 2022 investierten VCs 3016 und 3968 Millionen Franken in Schweizer Startups. Das investierte Kapital verteilt sich auf insgesamt 354 Finanzierungsrunden. Die Autoren des Berichts sprechen von einem vorsichtigen Optimismus der Geldgeber. Dieser zeige sich in der Verteilung der Mittel: Die Investitionen in junge und sehr junge Unternehmen stiegen von 864 auf über 1,4 Milliarden Franken.
Die Aufschlüsselung nach Branchen zeigt, dass die Mittelzuflüsse vor allem im ICT- und im Biotech-Sektor stark zunahmen. Die Investitionen in Medtech, Hardware und Fintech blieben stabil. Weniger Geld zogen die Cleantech-Startups an, wobei ein Drittel des insgesamt generierten Betrags von 386 Millionen Franken auf das Konto von Climeworks ging. Das ETH-Spinoff sammelte in der zweitgrössten Finanzierungsrunde des Jahres 128 Millionen Franken ein. Gemäss der Studie ist Künstliche Intelligenz bei den Schweizer Startups noch kein «massiver Treiber».

