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Der Goldpreis kommt der Marke von 5’000 Dollar pro Unze immer näher. Geopolitische Risiken sowie erneute Zweifel an der Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed befeuern die Rally.
23. Januar 2026 • red.

Der Preis für Gold kletterte in den vergangenen Stunden zeitweise auf ein Rekordhoch von über 4’966 Dollar. Das Wochenplus beträgt rund acht Prozent. Gepusht wird das Edelmetall vor allem von einem schwächeren US-Dollar. Auch Silber kletterte auf ein Allzeithoch knapp unter 100 Dollar pro Unze, während Platin ebenfalls einen Rekord markierte.

Das Jahr 2025 war das beste Goldjahr seit 1979. Die rasante Aufwärtsbewegung setzt sich auch im laufenden Jahr fort – mit einem Plus von weiteren 15 Prozent. Neue Angriffe von US-Präsident Donald Trump auf die Fed, militärische Interventionen in Venezuela sowie Drohungen zur Annexion Grönlands haben dem sogenannten Debasement-Trade zusätzlichen Schub verliehen. Dabei ziehen sich Investoren aus Staatsanleihen und Währungen zurück und setzen vermehrt auf alternative sichere Häfen wie Gold.

Der rasante Anstieg verdeutlicht die grosse Unsicherheit. Goldman Sachs erhöhte die Prognose für den Goldpreis per Jahresende auf 5’400 Dollar pro Unze, nach zuvor 4’900 Dollar. Als Gründe nennt die Bank eine zunehmende Nachfrage von Privatanlegern und Zentralbanken. Die polnische Zentralbank genehmigte diese Woche Pläne zum Erwerb von weiteren 150 Tonnen. Die UBS prognostiziert für Mitte 2026 einen Goldpreis von 5’000 Dollar.

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