Mit Netto-Neugeldern von 11,3 Milliarden Franken erzielte EFG den höchsten Zufluss seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2007. Das entspricht einer Wachstumsrate von 6,8 Prozent und liegt damit über dem strategischen Zielband von 4 bis 6 Prozent, wie die Bank am Mittwoch mitteilte. Den grössten Neugeldanteil steuerten Asien und die Americas-Region bei (3,2 bzw. 3,3 Milliarden Franken). Die Marktregion Schweiz und Italien erzielte 1,9 Milliarden Franken.
Die verwalteten Vermögen (Assets under Management) erhöhten sich Ende 2025 auf 185 Milliarden Franken, ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Darin eingerechnet sind die Übernahmen von Cité Gestion und ISG. Die Ertragsmarge erhöhte sich auf 98 Basispunkte, nach 96 im Jahr zuvor.
Der operative Gewinn legte um 26 Prozent auf 493,1 Millionen Franken zu. Die Erträge erreichten mit 1,67 Milliarden Franken ebenfalls ein Rekordniveau (plus 11 Prozent). Da die Kosten weniger stark anstiegen (6,1 Prozent), verbesserte EFG das Kosten-Ertrags-Verhältnis auf bereinigter Basis von 72,9 auf 69,8 Prozent.
Über 150 neue Kundenberater
Unter dem Strich erhöhte sich der Reingewinn jedoch nur marginal um 1 Prozent auf 325,2 Millionen Franken. Eingeschlagen haben unter anderem erwartete Kreditverluste von 10,7 Millionen Franken sowie Rückstellungen in Höhe von 86,5 Millionen Franken. Davon entfielen 72,3 Millionen Franken auf bekannte Altlasten.
Die harte Eigenkapitalquote sank auf 14 Prozent (von 17,7 Prozent im Jahr zuvor). Gründe dafür sind Aktienrückkäufe (1,9 Prozentpunkte) sowie 2025 erfolgte Übernahmen (1,3 Prozentpunkte). Die Rückstellungen für Altlasten belasteten die Quote mit weiteren 1 Prozentpunkt. Vorgeschlagen wird eine Dividende von 0,65 Franken je Aktie – ein Plus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es ist die fünfte Dividendenerhöhung in Folge.
Wie schon in den vergangenen Jahren baute EFG auch 2025 personell aus: 79 neue Kundenberater (CROs) traten neu in die Bank ein. 67 weitere CROs kamen durch Übernahmen hinzu. Insgesamt beschäftigte die Bank zum Jahresende 763 CROs weltweit. Die durchschnittlich verwalteten Vermögen pro Berater stiegen um 4 Prozent auf 363 Millionen Franken. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich auf 3225 von 3114 im Vorjahr.
EFG-CEO Gorgio Pradelli sagt zum Resultat: «2025 war ein weiteres Jahr mit starken Fortschritten und Wachstum. Unsere anhaltenden Mittelzuflüsse, die sich in der zweiten Jahreshälfte noch weiter beschleunigten, sind ein Zeichen für das Vertrauen, das unsere Kunden in uns setzen.»
