Die Banque Thaler geht in neue Hände über – nicht zum ersten Mal. Als Vermögensverwaltungsgesellschaft Incaval von Andreas Carnot gegründet, wurde sie 1989 zur Bank und operierte danach als Inca Bank. 1997 stieg der belgische Cera-Konzern ein und firmierte das Unternehmen zur Cera Bank (Schweiz) um. 1998 wurde sie im Zuge der Fusion der Cera-Group mit der Kredietbank zur Schweizer Filiale der KBC Group. Kurz darauf übernahm ein Investoren-Konsortium die Bank und gab ihr den heutigen Namen – in Anlehnung an die historische Währung.
Jetzt schnappt sich Indosuez Wealth Management die kleine Genfer Bank mit einem Ableger im Zürcher Niederdorf. Jacques Prost, CEO von Indosuez Wealth Management, sagt zum Zukauf: «In einem konsolidierenden Marktumfeld festigen wir unsere Rolle als führender Akteur im europäischen Private Banking.»
Indosuez Schweiz wird von Marc-André Poirier geleitet. Mit der Übernahme kommt die Crédit-Agricole-Tochter auf «beinahe» 50 Milliarden Euro verwaltete Vermögen, sagt der Bankmanager. Thaler-CEO Dirk Eelbode sagt, dass Indosuez Wealth Management der «ideale Partner» sei. Die Kontinuität unserer Dienstleistungen bleibe nicht nur gewahrt, sondern werde durch die Ressourcen einer global tätigen und finanziell starken Gruppe erweitert.
Zum Kaufpreis schweigen sich die Parteien aus. Gemäss Geschäftsbericht 2024 erzielte Thaler Erträge von 34 Millionen Franken und schrieb einen operativen Gewinn von 16 Millionen Franken. Angaben zu den verwalteten Vermögen macht die Bank nicht.