Letzten Sommer hat Swissquote die Finanz-App Yuh vollständig übernommen. Wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen hervorgeht, liefert Yuh nur sehr wenig zum Ergebnis von Swissquote bei. Die Zahlen zeigen, dass Yuh 2025 zwar zusätzliche Erträge generiert hat, der Beitrag zum Gesamtkonzern von Swissquote jedoch überschaubar bleibt. Mit rund 10,4 Millionen Franken entspricht der inkrementelle Umsatzanteil lediglich gut 1 Prozent der Gesamterträge.
Interessant ist die Zusammensetzung der Erträge: Während Trading-, Krypto- und Zinserträge positiv beitragen, ist das Gebührengeschäft rückläufig. Das bedeutet, dass die App vor allem transaktionsbasierte und zinssensitive Einnahmen generiert – und damit stark von den Launen des Markts abhängig ist. Die Zahl der Kundenkonten legte um 36 Prozent zu. Per Ende 2025 waren es 400’000 Konten; die Kundenvermögen beliefen sich auf 3,7 Milliarden Franken.
Auf der Kostenseite wird klar, dass Yuh weiterhin noch tief in der Aufbau- und Investitionsphase steckt. Die zusätzlichen Aufwendungen – insbesondere im Marketing sowie bei Abschreibungen – absorbieren den Grossteil der erzielten Erträge. Entsprechend bleibt der Ergebnisbeitrag mit rund 196’000 Franken marginal, die Nettomarge liegt bei lediglich knapp 2 Prozent. Im Vergleich zur Marge von Swissquote von über 50 Prozent wirkt Yuh damit stark verwässernd.
Margenziel gesenkt
Wie Swissquote in einer Mitteilung schreibt, ist Yuh «nach wie vor weniger profitabel» als Swissquote, und das Unternehmen wird deshalb das Margenziel für 2028 von 55 auf 53 Prozent korrigieren. Für das laufende Jahr erwartet Swissquote einen Nettoertrag von 760 Millionen Franken und einen Vorsteuergewinn von 385 Millionen. Das reflektiere die Investitionen in Technologie.
Im letzten Jahr schrieb Swissquote einen Vorsteuergewinn von 420 Millionen und generierte Erträge von 723 Millionen. Der Reingewinn kletterte um 24 Prozent auf 366 Millionen Franken.

