Seit einem Jahr ist die Arbeitslosigkeit bei Bankern in jedem Monat grösser geworden. Ende März waren bei den regionalen Arbeitsämtern 1465 Bankangestellte gemeldet. Wie das Amt für Arbeit in einer Mitteilung zur allgemeinen Lage schreibt, hat die Arbeitslosigkeit in der Finanz- und Versicherungsbranche (+65) sowie in der Informatik und Kommunikation (+32) zugenommen.
In anderen Branchen sieht die Lage besser aus. Rückgänge verzeichneten das Baugewerbe (minus 124 gemeldete Arbeitslose), was typisch für diese Jahreszeit sei, sowie die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (minus 81), die das Amt schreibt. Mit Erklärungen, warum die Arbeitslosigkeit bei Bankern so stark ansteigt, hält sich das Amt zurück. Das Plus gegenüber dem Vorjahresmonat beträgt knapp 30 Prozent. Damit liegt die Kategorie Banken nach den «übrigen Wirtschaftszweigen» klar an der Spitze im Kanton Zürich.
Spitze bald erreicht?
Möglich ist, dass die Spitze bald einmal erreicht ist. Zum einen dürften die ersten Betroffenen, die bei der Zusammenlegung von UBS und Credit Suisse entlassen wurden, demnächst aus der Statistik fallen. Zum anderen hat die UBS die grössten Bereinigungen in den Abteilungen bereits abgeschlossen. Die noch anstehenden Entlassungswellen dürften vor allem die Bereiche Informatik und Operation betreffen. Diese Beschäftigten dürften zumindest zu einem Teil in andere statische Kategorien fallen, wie etwa Informatik und Kommunikation.
Insgesamt waren im Kanton Zürich 26’451 Arbeitslose gemeldet. Das ist nur 1 Prozent weniger als im Vormonat, aber 15 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 3 Prozent.

