Im Januar 2026 waren in Zürich 1402 Bankangestellte beim RAV gemeldet – so viele wie seit Jahren nicht mehr. Gegenüber dem Vormonat nahm die Arbeitslosigkeit um 2,5 Prozent zu, wie das Amt für Wirtschaft vermeldete. Im Vergleich zum gleichen Monat im Vorjahr beträgt der Zuwachs 22,3 Prozent. Damit ist die Bankenbranche am stärksten von der Situation am Arbeitsmarkt betroffen.
Es ist davon auszugehen, dass die Lage sich in den nächsten Monaten auf dem Platz Zürich nochmals verschlechtern könnte. Ein Treiber dürfte die UBS sein, die Personal in der IT und den Operations abbauen wird. Die Grossbank rechnet mit dem Abschluss der CS-Integration im ersten Quartal. Danach werden die Altsysteme sukzessive abgeschaltet. Arbeitskräfte für die Wartung und den Betrieb braucht es kann nicht mehr.
Bereits im letzten Jahr hat sich der Stellenabbau im Zuge der Zusammenführung der beiden Grossbanken kontinuierlich fortgesetzt, wie letzte Woche anlässlich der Quartalsberichterstattung bekannt wurde. Die Zahl der Vollzeitstellen auf Gruppenstufe verringerte sich auf 103’177, von 108’648 per Ende 2024 – das sind also rund 5500 Vollzeitstellen weniger. Rechnet man auch die externen Mitarbeiter dazu, reduzierte sich die Gesamtzahl von 128’648 auf 119’589. Eine regionale Aufsplittung der Zahlen nimmt die Bank in den Quartalsberichten nicht vor. Indikationen wird der Jahresbericht im März liefern.
Kaum neue Stellen bei Boombank ZKB
Doch auch andere Banken reduzieren ihren Staff auf dem Platz Zürich. So baute auch die Bank Julius Bär die Belegschaft im letzten Jahr ab. Die Bank senkte die Zahl der Kundenberater um 90 Vollzeitäquivalente – wenn man den Verkauf der Brasilien-Einheit ausklammert, sonst wären es mehr gewesen. Insgesamt schrumpfte die Bank um etwa 150 Vollzeitstellen.
Ausweichoptionen im Banking sind aktuell rar. Selbst eine ZKB, die am meisten von der CS-Pleite profitiert und 2025 erneut Rekordzahlen schrieb, baut kaum neue Stellen auf. Per Ende 2025 wies die Staatsbank einen Personalbestand von 5809 Stellen aus – ein hauchdünnes Plus von 0,5 Prozent oder von 30 Stellen im Vergleich zum Vorjahr.

