Julius-Bär-CEO Stefan Bollinger muss sich nach einem neuen Chief Financial Officer umschauen. Wie die Bank am Freitag überraschend bekannt gibt, tritt Evie Kostakis von ihrem Posten zurück, um eine internationale Führungsrolle ausserhalb des Unternehmens zu übernehmen. Die Finanzchefin werde bis Ende 2026 im Unternehmen bleiben, um einen reibungslosen Übergang an ihre designierte Nachfolge zu gewährleisten, heisst es.
Der Umstand, dass Bär noch keine Nachfolge ankündigen kann, deutet auf einen schnellen und überraschenden Abgang hin. CEO Bollinger schreibt in einem Statement: «Ich danke Evie Kostakis für ihre Führung und ihr unermüdliches Engagement für unser Unternehmen.» Ihre entschlossene Führung sei entscheidend gewesen, um Julius Bär im Hinblick auf langfristigen Erfolg neu auszurichten.
«Persönlich bin ich Evie Kostakis sehr dankbar für ihre Unterstützung und Impulse seit meinem Eintritt bei Julius Bär. Im Namen der Geschäftsleitung sowie des Verwaltungsrates danke ich ihr und wünsche ihr alles Gute für den nächsten Schritt.»
Evie Kostakis selbst wird in der offiziellen Mitteilung von Julius Bär nicht zitiert. Die 50-jährige Managerin war insgesamt 13 Jahre bei Bär, davon die letzten sechs zunächst als stellvertretende CFO und seit 2022 als CFO der Gruppe.

