Die Doppelernennung soll einen personellen Neuanfang markieren. Alexandra Scriba wird per 1. Mai 2026 als neue CEO die Leitung der BLKB übernehmen, teilt die Bank mit. Scriba kommt von der Zürcher Kantonalbank, ihrer bisher einzigen Station im Banking. Insgesamt verbrachte sie 14 Jahre bei der Staatsbank, zuletzt als Leiterin Institutional Clients & Multinationals, davor als Leiterin Directbanking. Eingestiegen ist sie als Mitarbeiterin im Bereich Corporate Services.
Auffallend ist: Als neue CEO überspringt Scriba zwei Führungsebenen. Bei der ZKB rapportiert sie an Stephanino Isele, der die Bereiche Institutionals & Multinationals leitet und stellvertretender Vorsitzender der Generaldirektion der ZKB ist. Dieser tritt Ende Juni zurück und wird von Raiffeisen-Banker Roger Reist abgelöst. Scriba kann also keine Erfahrung in einer Geschäftsleitung einer Bank vorweisen und kennt den Austausch mit einem Verwaltungsrat kaum. Wenig Erfahrung hat sie zudem mit dem für Kantonalbanken wichtigen Kreditgeschäft. Zudem hatte sie in ihren bisherigen Positionen kaum Kontakte zur Finma.
Die 48-jährige Schweizerin promovierte in Ökonomie an der Universität Zürich. Sie ist ehemalige Triathletin und Langstreckenläuferin und im Kanton Aargau aufgewachsen. Im Mai zieht sie nach Liestal, wie es weiter heisst. Scriba folgt auf Christoph Schär, der letztes Jahr nach dem Abgang von John Häfelfinger als CEO ad interim eingesprungen ist. Er wird in seine Rolle als Leiter des Geschäftsbereichs Technologie und Corporate Services zurückkehren.
Im Juli wird zudem Thomas Aegerter das Präsidium der Bank übernehmen. Der ehemalige UBS-Regionalbanker übernimmt von Thomas Bauer, der mitten in den Radicant-Wirren an die Spitze kam und nun sein Amt nach weniger als einem Jahr wieder abgibt. Aegerter hat sich 2025 als Berater selbständig gemacht und sitzt in verschiedenen Gremien: bei der Handelskammer beider Basel – dort ist auch John Hafelfinger weiterhin aktiv – und im Stiftungsrat der Stiftung FHNW. Zudem sitzt er für die FDP im Gemeinderat von Ettingen (BL).

