Banken
Die Zürcher Bank verlängert Aktionärbindungsvertrag um weitere zehn Jahre. Im vergangenen Geschäftsjahr gab es ein Gewinnplus. Abflüsse im Institutionellen Geschäft sind noch nicht gestoppt.
6. Februar 2026 • Beat Schmid

Nach den Turbulenzen im Nachgang der CS-Pleite war Hirschi zum Stellvertreter der damaligen Direktorin ad interim aufgestiegen. Per 1. März 2026 wird er nun also Risikochef von Vontobel und zieht damit Executive Committee der Bank ein, wie die Bank im Rahmen der Jahreszahlen mitteilte.

Bei der Finma hatte er es fast an die Spitze gebracht – jetzt wird Thomas Hirschi Chief Risk Officer bei der Privatbank Vontobel. Den Finanz-Regulator verliess er im Sommer 2025. Zuletzt war er für den gewichtigen Geschäftsbereich Banken zuständig.

Ebenfalls klar ist nun, dass Aktionärbindungsvertrag verlängert wurde. Die Pool-Aktionäre, die insgesamt 50,87 Prozent an der Bank halten, haben beschlossen, die befristete Laufzeit des Aktionärbindungsvertrags um zehn Jahre bis zum Ende 2036 zu verlängern, teilt die Bank weiter mit. Danach werde der Vertrag automatisch auf fortlaufender Basis alle fünf Jahre verlängert. Mit dieser Neustrukturierung würden die Aktionäre ihre Verbundenheit mit dem Unternehmen und seiner langfristigen Entwicklung bekräftigen.

Operativ spricht Vontobel von einem erfolgreichen Jahr. Der Reingewinn ist auf 280 Millionen Franken gestiegen, was einem Plus von fünf Prozent entspricht. Parallel dazu legten die verwalteten Vermögen ebenfalls um fünf Prozent zu und erreichten ein Volumen von 241 Milliarden Franken. Privatkundengeschäft weist die Bank Nettoneugeldzuflüsse in Höhe von 4,2 Milliarden Franken aus. Das Segment Institutional Clients verzeichnete negative Nettoflüsse von 1,6 Milliarden Franken.

Die Bank konnte den Gesamtertrag leicht steigern und die Kosten senken, sodass sich die Cost-Income-Ratio auf 74,2 Prozent verbesserte. Die Bank schlägt eine unveränderte Dividende von 3 Franken vor. Vontobel verfügt über CET1-Quote von 19,7 Prozent per Ende 2025.

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