Der Token mit der Bezeichnung CHF-S soll im dritten Quartal 2026 auf der Solana-Blockchain lanciert werden und sich neben privaten Nutzern in erster Linie an Banken, Kryptobörsen und andere institutionelle Nutzer richten, wie Safirum in einer Mitteilung schreibt. Safirum ist Mitglied des Vereins zur Qualitätssicherung von Finanzdienstleistungen (VQF), einer von der Finma anerkannten Selbstregulierungsorganisation. Das Unternehmen sieht darin die regulatorische Grundlage für die geplante Emission des Stablecoins.
Nach Angaben von Safirum laufen derzeit die letzten Vorbereitungen für die Markteinführung. CHF-S soll im Verhältnis 1:1 mit Schweizer Franken hinterlegt sein. Für jeden ausgegebenen Token würden entsprechende Fiat-Bestände auf separaten Konten bei Schweizer Depotbanken gehalten. Die Ausgabe neuer Token erfolge nach Abschluss der Identifikations- und Compliance-Prüfungen sowie nach Eingang der entsprechenden Gelder.
Als technische Grundlage nutzt Safirum die Solana-Blockchain und deren Token-2022-Standard. Laut Safirum ist eine KYC-Whitelist-Funktion in den Smart Contract integriert. Dadurch würden Transaktionen zwischen nicht verifizierten Wallets auf Protokollebene verhindert. Das Unternehmen sieht mögliche Anwendungsbereiche unter anderem bei Unternehmenszahlungen, im Treasury-Management, bei grenzüberschreitenden Transaktionen sowie bei der Abwicklung tokenisierter Vermögenswerte.
Verbindung zu Maverix
Die Gesellschaft wurde Anfang September 2025 gegründet. Organe und Gründer sind Bastien Thiébaud (Präsident und CEO), Christian Murmann und Ramon Stoffel. Das Team werde von Giuliano Glocker (Gründer und Co-CEO von Maverix Securities) als VP Banking, David Watrin (Swisscom) als VP Compliance und Kevin MacArthur (ehemals CoinMarketCap/Binance) als VP Growth unterstützt.
Für die Identitätsprüfung sowie KYC- und AML-Prozesse setzt Safirum auf die Software des Anbieters Sumsub. Unterstützung in Compliance-Fragen erhält das Unternehmen von JayBee, rechtlich beraten wird es von Lawside Rechtsanwälte. Als strategischer Partner fungiert Maverix Securities.
Safirum stösst in einen Markt, in dem bereits mehrere Franken-Stablecoin-Projekte aktiv sind. Dazu gehören das Projekt Swiss Stablecoin um Pascale Bruderer sowie der Frankencoin von Luzius Meisser.

